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Rente & Pension

Müssen Sie Ihre Rente versteuern?


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Bei der gesetzlichen Rente nichts Neues? Die Neuigkeiten über die Renten scheinen stets dieselben zu sein: Abstriche bei der gesetzlichen Rente und ein sinkendes Rentenniveau. Doch für 2020 erwartet Sie eine Rentenerhöhung. Und das trotz der Corona-Krise.

Aber auch Beamte sind mit Ihren Pensionen steuerlich nicht privilegiert. Denn im Rahmen der Rentenreform verpflichtete das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber, die Unterschiede in der Besteuerung zwischen Pensionen und Renten zu beseitigen. Die Beseitigung erfolgt zwar schrittweise, doch am Ende, das heißt 2040 versteuert jeder Ruheständler in Deutschland seine Rente oder Pension zu 100 Prozent.

Müssen Rentner eine Steuererklärung abgeben?

Grundsätzlich ja.  Aber es kommt – wie so oft im Steuerrecht – auch auf Ihre individuelle Situation an. Und zwar z. B. darauf, wie hoch Ihre Renteneinnahmen sind und ob Sie noch andere Einkünfte haben.

Haben Sie als Rentner ausschließlich Einkünfte aus einer Rentenversicherung, müssen Sie nur eine Steuererklärung abgeben, wenn Ihre Jahreseinnahmen über dem Grundfreibetrag liegen. Dieser wird von Jahr zu Jahr etwas erhöht.

Für 2020 beträgt der Grundfreibetrag:

  • bei Einzelveranlagung/Ledige 9.408 Euro
  • bei Zusammenveranlagung/Verheiratete 18.816 Euro

Grundsätzlich gilt aber: Fordert Sie das Finanzamt zur Abgabe einer Steuererklärung auf, sollten Sie zügig reagieren und abgeben.

Lesen Sie hier alles zum Thema
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Rentenbescheinigung

Viele Rentner sind nicht sicher, was sie wo in ihrer Steuererklärung eintragen sollen. Die Deutsche Rentenversicherung stellt nun auf Anfrage eine Bescheinigung aus, die bei der Erstellung der Steuererklärung hilft.

7 Kommentare

Weitere Informationen finden Sie auch hier: Steuererklärung für Rentner

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Wie wird die gesetzliche Rente besteuert?

Rentner müssen einen Teil ihrer Rente versteuern. Dadurch werden die Abgaben auf Renten allmählich auf die nachgelagerte Besteuerung umgestellt.

Maßgebliche dafür, ob Sie Ihre Rente versteuern müssen oder nicht, ist der Grundfreibetrag: Sobald Sie als Rentner mit Ihrem Einkommen darüber liegen, müssen Sie Steuern zahlen.

Steuerpflichtiger Teil richtet sich nach Renteneintritt

Allerdings ist aktuell nicht die volle Höhe Ihrer Rente steuerpflichtig. Denn es gibt einen Rentenfreibetrag. Dieser Rentenfreibetrag – oder auch steuerfreie Teil der Rente – wird einmal mit Ihrem Renteneintritt festgeschrieben. Von dort an gilt er in der Regel unverändert für alle weiteren Rentenjahre.

Neben dem steuerfreien Teil der Rente gibt es selbstverständlich auch den steuerpflichtigen Teil der Rente.  Das ist salopp gesagt der Teil der Rente, auf den Sie Steuern zahlen müssen. Zu ihm zählen also auch alle laufenden Rentenerhöhungen mit dazu. So passiert es im Laufe der Jahre, dass der steuerfreie Teil Ihrer Rente zwar gleich hoch bleibt. In Relation zu Ihren gesamten Renteneinkünften wird er allerdings jährlich geschmälert.

Da bis zum Jahr 2040 jede Rente voll steuerpflichtig sein soll, ist der Rentenfreibetrag umso niedriger, je später Sie in Rente gehen.

Jahr des RentenbeginnsBesteuerungsanteil in %Jahr des RentenbeginnsBesteuerungsanteil in %
Bis 200550202383
200652202484
200754202585
200856202686
200958202787
201060202888
201162202989
201264203090
201366203191
201468203292
201570203393
201672203494
201774203595
201876203696
201978203797
202080203898
202181203999
2022822040100
Beispiel
Sie sind verheiratet. 2010 sind Sie beide mit jeweils 800 Euro monatlich in Rente gegangen (Rentenfreibetrag 40 Prozent). 2020 beträgt Ihre monatliche Rente jeweils 1.000 Euro, zusammen also jährlich 24.000 Euro. Nach Abzug des festgeschriebenen Rentenfreibetrags in Höhe von 7.680 Euro (19.200 Euro x 40 Prozent) verbleibt eine Besteuerungsanteil von 16.320 Euro. Weil das unterhalb des Grundfreibetrags im Jahr 2020 (18.816 Euro) liegt, fällt keine Einkommensteuer an. Das Finanzamt könnte hier also auf Ihre Steuererklärung verzichten.

 

Gibt es auch steuerfreie Renten?

Glück hat, wer Empfänger einer der wenigen steuerfreien Renten ist. Folgende Renten brauchen Sie nicht in der Steuererklärung anzugeben:

  • Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung
  • Wiedergutmachungsrenten
  • Renten an Verfolgte der NS-Zeit
  • Rente für einen bei Ableistung des früheren Grund-/Zivildienstes oder des jetzigen freiwilligen Wehrdienstes bzw. Bundesfreiwilligendienstes erlittenen Unfallschaden
  • der in den neuen Ländern gezahlte Sozialzuschlag zu Rente
  • Kriegs- und Schwerbehindertenrenten
  • Schadenersatzrenten zum Ausgleich vermehrter Bedürfnisse
  • Schmerzensgeldrenten
  • Unterhaltsrenten

Wie können Rentner Steuern sparen?

Je höher der Besteuerungsteil der Rente, desto größer auch das Steuer-Spar-Potenzial. Bei Selbstständigen und Angestellten spielen dabei Betriebsausgaben und Werbungskosten eine große Rolle. Wie sieht das aber bei Rentnern aus?

Werbungskosten in der Renter-Steuererklärung

Werbungskosten sind Aufwendungen, die Sie im Zusammenhang mit Ihrem Beruf haben. Das bedeutet aber nicht, dass Rentner keine Werbungskosten absetzen können, weil sie keiner aktiven Tätigkeit mehr nachgehen. Im Gegenteil: Auch von Ihren Renteneinnahmen dürfen Sie Werbungskosten abziehen. Denn letztlich steht die Rente ja im Zusammenhang mit einem früheren Beruf.

Da die Werbungskosten im Zusammenhang mit Renteneinkünften allerding eher gering ausfallen sollten, gibt es einen entsprechend niedrigen Werbungskostenpauschbetrag. Er beträgt pro Person und Jahr 102 Euro.

Übersteigen Ihre Werbungskosten den Pauschbetrag, können Sie diese dem Finanzamt auch einzeln nachweisen und so Ihre steuerpflichtige Rente mindern. Typische Werbungskosten im Zusammenhang mit Rentenzahlungen können sein:

  • Rechtsberatungs- oder Prozesskosten (sofern sie die Rente betreffen)
  • Steuerberatungskosten oder Kosten für Steuer-Software
  • Kontoführungsgebühren
  • Gewerkschaftsbeiträge

Krankheitskosten absetzen

Ausgaben für Ihre Gesundheit können Sie als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung absetzen. Allerdings nur, wenn Ihre Kosten die so genannte zumutbare Eigenbelastung übersteigen. Abzugsfähige Kosten sind beispielsweise:

  • Kosten für Medikamente,
  • Kosten für Zahnersatz oder Hilfsmittel wie Prothesen
  • Kur- oder Krankenhauskosten
  • Pflegekosten

Erhalten Sie für die Krankheitskosten eine Erstattung Ihrer Krankenkasse, muss dieser Betrag von den außergewöhnlichen Belastungen abgezogen werden.

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Steuern sparen mit Versicherungsbeiträgen

Auch von Ihrer Rente wird ein Teil für Kranken- und Pflegeversicherung einbehalten. Diese und weitere Versicherungen dürfen Sie auch als Rentner als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Dabei wird zwischen zwei Arten von Versicherungsbeträgen unterscheiden:

  • Kranken- und Pflegeversicherung: Die Beitragszahlungen sind in Höhe der Grundversorgung voll als Sonderausgaben abziehbar.
  • Sonstige Versicherungsbeiträge: Beiträge (Kfz-Haftpflicht, Privathaftpflicht, etc.) wirken sich steuerlich nur aus, wenn die Beitragszahlungen zur Kranken- und Pflegeversicherung 1.900 Euro bei Ledigen (bei Ehepaare 3.800 Euro) pro Jahr nicht übersteigen.

Gutes tun und Steuern sparen: Spenden

Auch Spenden an gemeinnützige Organisationen wie Kirche, Wohlfahrtsverbände oder Parteien können Sie von der Steuer absetzen.

Bei Nachfrage des Finanzamts nach Belegen genügt hier bei Spenden unter 200 Euro auch eine Quittung oder ein Kontoauszug. Bei großzügigeren Spenden müssen Sie allerdings eine Spendenbescheinigung vorlegen, damit das Finanzamt die Spende anerkennt. Mehr dazu lesen Sie hier: Spenden abstezen

Hilfe im Haushalt

Haben Sie eine Haushaltshilfe oder einen ambulanten Pflegedienst, der Ihnen bei Ihren täglichen Aufgaben wie Kochen, Putzen oder Einkaufen hilft? Dann können Sie 20 Prozent der Gehaltszahlungen, max. 4.000 Euro pro Jahr steuermindernd ansetzen.

Bei Anstellung eines Minijobbers werden ebenfalls 20 Prozent der Kosten anerkannt, maximal jedoch 510 Euro pro Jahr.

Auch bei Hilfe von Handwerkern im und ums Haus dürfen Sie 20 Prozent der Kosten, aber maximal 1.200 Euro im Jahr angeben.
Mehr dazu hier: Haushaltsnahe Dienstleistungen

Was ist der Altersentlastungsbetrag

Wenn Sie das 64. Lebensjahr vollendet haben, haben Sie Anspruch auf einen Altersentlastungsbetrag. Dieser Betrag wird Ihnen automatisch angerechnet, wenn Sie neben Ihren Renteneinkünften noch weitere Einkünfte z. B. aus Vermietung und Verpachtung haben.

Wie hoch der Altersentlastungsbetrag für Sie ausfällt, hängt von Ihren Einkünften (außer den Renteneinkünften) und dem Jahr ab, in dem Sie Ihren 65. Geburtstag feierten.

Kalenderjahr, welches auf die Vollendung des 64. Lebensjahres folgtin Prozent der Einkünftemaximaler Altersentlastungsbetrag in Euro
200540,0 %1.900 Euro
200638,4 %1.824 Euro
200736,8 %1.748 Euro
200835,2 %1.672 Euro
200933,6 %1.596 Euro
201032,0 % 1.520 Euro
201130,4 %1.444 Euro
201228,8 %1.368 Euro
201327,2 %1.292 Euro
201425,6 %1.216 Euro
201524,0 %1.140 Euro
201622,4 %1.064 Euro
201720,8 %988 Euro
201819,2 %912 Euro
201917,6 %836 Euro
202016,0 %760 Euro
202115,2 %722 Euro

Was ist der Behinderten-Pauschbetrag?

Für die Mehraufwendungen, die Ihnen durch ein Handicap im täglichen Leben entstehen, wird ein steuerlicher Vorteil gewährt: der Behindertenpauschbetrag.

Er deckt dabei alle Kosten ab, die typisch für die Behinderung sind. Die Höhe des Pauschbetrags bestimmt sich nach dem Grad der Behinderung und den eventuellen Merkzeichen. Den Behindertenpauschbetrag beantragen Sie, indem Sie in der Steuererklärung Angaben zu Ihrer Behinderung machen.

Dem Finanzamt müssen Sie dafür unaufgefordert eine Kopie Ihres Behindertenausweises zusenden oder eines vergleichbaren Dokuments, auf dem der Grad der Behinderung festgestellt ist.

Grad der BehinderungPauschbetrag
25 und 30310 €
35 und 40430 €
45 und 50570 €
55 und 60720 €
65 und 70890 €
75 und 801.060 €
85 und 901.230 €
95 und 1001.420 €
Merkzeichen:
Blind (Bl) oder Hilflos (H)
3.700 €

Menschen mit Behinderung können unter bestimmten Voraussetzungen ihre Privatfahrten steuerlich zusätzlich bei den außergewöhnlichen Belastungen absetzen. Finanzverwaltung und Rechtsprechung unterscheiden hier grundsätzlich zwischen einer berücksichtigungsfähigen Jahresfahrleistung von 3.000 km bzw. von 15.000 km.

Wie (un)gleich sind Renten & Pensionen?

Renten werden von der Deutschen Rentenversicherung an ehemalige Arbeitnehmer bezahlt. Pensionen hingegen erhalten nur ehemalige Beamte, Richter oder andere Staatsdiener. Pensionszahlung kommen dementsprechend nicht von der Deutschen Rentenversicherung, sondern von z. B. Bund oder Land.

Zwei unterschiedliche Einkunftsarten

Da Beamte lebenslang von ihrem Dienstherrn bezahlt werden, stellen Pensionen einen „nachträglichen“ Arbeitslohn dar. Es bleibt also bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit. Daher wird die Steuer auf den sog. Versorgungsbezug – wie während des aktiven Dienstverhältnisses – durch den Lohnsteuerabzug erhoben.

Zum Vergleich: Bezieher einer gesetzlichen Rente haben durch die Renteneinnahmen sonstige Einkünfte. Es liegt also ein Wechsel der Einkunftsart vor. Die Besteuerung der Rente erfolgt nicht durch einen Lohnsteuerabzug, sondern durch direkte Steuerzahlungen vom Rentenempfänger an den Staat.

Versorgungsfreibetrag bei Pensionen

Aber auch Pensionen werden nicht in voller Höhe besteuert. Auch hier bleibt ein Teil steuerfrei. Der steuerfreie Teil richtet sich hier nach der Höhe des Versorgungsfreibetrags sowie dem Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag.

Zur Angleichung von Pensionen an die gesetzliche Rente wird aber auch der Versorgungsfreibetrag nur noch bis einschließlich 2039 gewährt. Danach unterliegen auch Pensionen der vollen Besteuerung.

Welche weitere Renten gibt es?

Doch auch abseits von Renten und Pensionen gibt es einige Möglichkeiten, fürs Alter vorzusorgen. Bei Arbeitnehmern sind unter anderem private Rentenversicherungen, Betriebsrenten oder die Riester-Rente beliebte Anlageoptionen.

Private Rentenversicherung

In private Rentenversicherungen zahlen Sie im Vergleich zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht bereits durch Ihre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ein. Sie müssen sich also „privat“ um sie kümmern und monatliche Beträge über eine gewisse Vertragslaufzeit einzahlen – on top.

Die gute Nachricht: Renten aus privaten Rentenversicherungen (Leibrenten) sind nicht zu 100 Prozent steuerpflichtig. Steuerpflichtig ist nur der Ertragsanteil der Rente.

Die Höhe des Ertragsanteils ist abhängig von Ihrem Altem bei Renteneintritt.

Riester-Rente

Bei Einzahlung in Ihre Riester-Rente zeigte sich der Fiskus mit seinen Riester-Zulagen und dem Sonderausgabenabzug bei der Steuer noch großzügig. Doch sobald die erste Rentenzahlung auf Ihrem Konto eingeht, wird abgerechnet. Und im Falle der Riester-Rente nicht zu wenig. Sie ist in voller Höhe zu versteuern.

Betriebsrente

Erhalten Sie eine Betriebsrente? Hier steckt der Teufel im Detail: Wurde die Betriebsrente bereits vor Ihrem Renteneintritt mit Lohnsteuer belastet, bleibt die Auszahlung steuerfrei. War das allerdings nicht der Fall (z. B. durch Finanzierung aus steuerfreien Umlagen), wird die Betriebsrente bei Auszahlung in voller Höhe steuerpflichtig.

Ähnlich wie bei den Pensionen handelt es sich bei den Rentenbezügen um Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit. Der Unterschied zu den Pensionen liegt darin, dass Sie zuvor in keinem Beamtenverhältnis oder ähnlichem waren.

Rürup-Rente

Eine Altersvorsorge, die vor allem für Selbstständige sehr attraktiv sein kann, ist die Rürup-Rente. Hierbei handelt es sich um eine steuerlich begünstigte private Basis-Rente.

Lesen Sie hier alles zum Thema

Altersvorsorge für Selbstständige

Selbstständige können keine steuerlich geförderte betriebliche Altersvorsorge beanspruchen, und die Riester-Förderung erhalten sie nur ausnahmsweise.

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Wo tragen Sie Renten in der Steuererklärung ein?

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie nun eine Rente oder einen Versorgungsbezug beziehen? Hier hilft in der Regel ein Blick auf Ihre Belege. Denn die weisen Ihnen zielsicher den Weg.

Beträge aus Rentenmitteilungen der Deutschen Rentenversicherung und andere Leistungsmitteilungen rentenauszahlender Unternehmen gehören in die Anlage R. Erhalten Sie hingegen eine Lohnsteuerbescheinigungen, handelt es sich um einen Versorgungsbezug. Der gehört dann in die Anlage N.
Am einfachsten geht die Steuererklärung für Rentner mit WISO Steuer.

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Steuerberatung?

Einzelfragen zu Ihrer Steuererklärung darf leider nur ein Steuerberater beantworten. Wir freuen uns jedoch über Lob und Kritik und nehmen Ihre Anregungen gerne für zukünftige Beiträge auf.

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Übrigens: In unserer Steuer-Software finden Sie eine ausführliche Hilfe und Tipps zu allen Themen rund um Ihre Steuererklärung.

23 Kommentare

Kommentar hinterlassen
  1. 1
    Joachim

    Für Rentner – verheiratet gilt ein Grundfreibetrag für 2019 von 18336.-€. In meinem Steuerbescheid für 2019 kann ich die Berücksichtigung nicht finden. Kann mir jemand sagen wie dieser Betrag in der Steuererklärung deklariert ist?
    Auch in der Steuersoftware kann ich unter dem Suchstichwort “Grundfreibetrag” nichts finden.

    • 2
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      der Grundfreibetrag ist in der Formel zur Berechnung der Einkommensteuer nach §32a EStG berücksichtigt. Da er damit bereits im Einkommensteuertarif enthalten ist, wird der Grundfreibetrag bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens auf dem Bescheid nicht zusätzlich abgezogen.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist von steuernsparen

  2. 3
    Maaß

    Hallo, mein Vater ist 2017 verstorben und hat keine Steuererklärung gemacht. Nun habe ich als Erbe die Auflage erhalten für 2015 und 2016 eine Steuererklärung einzureichen. Ist das richtig? Wie lange zurück muss eine Steuererklärung gemacht werden? Vielen Dank für eine Antwort

    • 4
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      grundsätzlich beträgt die Festsetzungsfrist für die Steuererklärung 4 Jahre.
      D. h. im Jahr 2020 können noch die Steuererklärungen für die Jahre 2019-2016 gefordert werden.
      In Fällen der leichtfertigen Steuerverkürzung verlängert sich die Festsetzungsfrist auf 5 Jahre.
      Besteht ein Verdacht auf Steuerhinterziehung sind es sogar 10 Jahre.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  3. 5
    kjsad

    Also ich finde es schon komisch, daß nicht eindeutig festzustellen ist wo Kapitalabfindungen aus Pensionsfonds eingetragen werden müssen. Die volle Versteuerung des Einmalbetrages wäre bei Versteuerung voll eine ungleiche behandlung gegenüber der monatlichen Zahlung von Kleckerbeträgen bei geringerer Steuerlast. Es ist und bleibt ungerecht und wenig durchschaubar.

  4. 6
    g

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    die Seite mit den Infoamionen ist sehr gut geacht, aber leider fehlt mir das Wissen zum Thema Steuer. ich würde daher swhr gerne ein Seminar zu Thema Steuern mitmachen, aber ich finde leider keine Daten und Orte,
    Vielleicht kännen Sie mir ja weiterhelfe.
    mit freundlichem Gruß
    Birgitta Strehl

    • 7
      Michael Schopp

      Sehr geehrte Frau Strehl,

      kennen Sie schon unsere Webinare zu steuerlichen Themen? Eine Übersicht finden Sie hier: Webinare 2019

      Wir bieten auch ein Webinar speziell zu dem Thema Steuererklärung für Rentner an.

      Viele Grüße

      Michael Schopp

  5. 8
    Biggi W.

    Vielen Dank, Herr Dubois, Sie sprechen mir in jeder Hinsicht aus der Seele!
    Ich bin Beamtenwitwe, z. Zt. ohne eigenes Einkommen, und muss, da mein Ehemann leider mit 60 Jahren verstarb, mit 34% seines letzten Dienstbezuges auskommen, wovon sowohl die Besteuerung als auch die PKV in Höhe von ca. 200,-€ abgeht.
    Ausserdem sollte nicht vergessen werden zu erwähnen, dass, wenn beide Ehepartner verbeamtet sind, dies bei Tod eines Ehegatten zu erheblichen Einbußen bei der Witwenpension führt.
    Auch wird in der freien Wirtschaft, bei gleicher Tätigkeit, ein höheres Bruttogehalt gezahlt, was zu einer entsprechend höheren Rente führt.

  6. 9
    Peter Dubois

    Schlimm ist, wenn fehlende Sachkenntnis und Vorurteile zusammentreffen. Carsten Würfel ist ein Musterbeispiel dafür. Während Renten in der Besteuerung langsam (bis 2040) an die Besteuerung der Pensionen herangeführt werden, waren Pensionen schon immer in annähernd voller Höhe steuerpflichtig.
    Zusätzlich können Pensionäre nicht Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen werden, sie bleiben auf die Beihilfe als Leistung des ehemaligen Dienstgebers erhalten, der verbleibende Anteil kann privat versichert werden. Dann kosten z.B. 30% Risiko ca. 212,00 € im Monat. Grundsätzlich treten die Pensionäre bei Gesundheitskosten in Vorlage und erhalten Teile nach Abzügen erstattet.
    Nimmt man einen gängigen Steuersatz und rechnet die zusätzlichen Versicherungskosten hinzu, minimiert sich die Pension auf knapp 50%.
    Für die Differenz zu den angeblichen 43% der Rentner musste der Pensionär sein ganzes Arbeitsleben bereit sein, Dienst dort zu tun, wo der Dienstgeber ihn einsetzen wollte, musste berufsbedingt häufig umziehen, seine Kinder durch diverse Schulsysteme schleusen, unzählige nicht ausgeglichene Mehrarbeit leisten, wenn das dienstlich notwendig war.
    Die Behauptung, unsere komplette Steuergesetzgebung sei weitgehend aus Vorkriegszeiten und daher ungültig, ist aus der Luft gegriffen und soll Stimmung machen. Das dann auch noch zu einem Wahlaufruf für eine Partei zu machen, zeigt, wer dahinter steckt.

  7. 10
    Hans,Günter

    Ich bin Rentner und 75 Jahre. Hatte 2017gro?e Probleme mit meinem Rücken und der Hüfte. Hatte mehrere Ärzte aufgesucht ,die mir sagten ich sollte einmal zur Kur fahren. Das hatte mir dann auch mein Hausarzt attestiert . Da ich die Kur selbst bezahlt hatte, habe ich in meiner Steuererklärung die Behandlungskosten und 50% der Verpflegungskosten angesetzt. Die Fahrtkosten habe ich selbst getragen. Doch das Finanzamt hat mir nicht einmal die Behandlungskosten anerkannt.

  8. 11
    Engel Bernhard

    Hallo Herr Würfel,in vielen Dingen die Sie beschreiben bin ich ganz Ihrer Meinung.Ich habe das angesprochene Buch noch nicht gelesen werde es aber nachholen.Rund um die BRD haben verschiedene Nationen eine bessere Sozialstruktur als das reiche,wirtschaftlich starke Deutschland.Das unsere Politiker nicht Willens sind sich zumindest mal zu informieren wie man es besser machen kann finde ich schlicht und einfach ignorant.Wenn ich als Arbeiter einen Lohn empfange diesen ordnungsgemäß versteuere zusätzlich in die Sozialsysteme einzahle dann ist mir unverständlich warum ich das fürs Alter angesparte Ruhegeld noch einmal versteuern muss.Ein Beamter wird mit Steuergeld bezahlt und muss einen Teil wieder an das FA abgeben sowohl im aktiven Dienst als auch als Pensionär.Irgendwie fehlt mir das Verständnis das aus Gleichheitsgründen deshalb auch die Rente besteuert werden muss.Der Vergleich hinkt meiner Ansicht nach folgender Betrachtungsweise. Wenn ich als Arbeiter etwas zum Bruttosozialprodukt beitrage und der Beamte einen Teil wieder in die Kasse zurückzahlt aus der er bezahlt wurde dann müsste man das differenzierter betrachten.Nicht das man Beamte nicht brauchen würde aber er ist sollte deshalb nicht wichtiger erachtet werden als ein Arbeiter.Das dies so ist wird deutlich wenn man das Verhältnis Beamtenpension und Rentenanwartschaft sieht. Die Rentenbesteuerung wurde deshalb eingeführt weil sich ein Beamter sich durch die Besteuerung seines Gehaltes ungerecht behandel fühlte und dachte er könnte sich durch eine Klage vor dem Verfassungsgericht davon befreien.Leider Haben die Richter anders entschieden,dem Staat diese Einnahmen weiterhin gesichert und für die Folgejahre noch zu einer zusätzlichen verholfen. Seitdem zweifele ich sehr stark an der Unabhängigkeit der Justiz.Sollte sich irgendwann einmal etwas ändern dann bin ich mir ziemlich sicher das nicht das Rentenniveau angehoben wird sondern die Pensionen nach unten revidiert werden.Das dies passieren wird ist aber sehr unwahrscheinlich weil auch die Verfassungsrichter Beamte sind.Übrigens begründet sich diese Ungleichheit auf die Rentenreform 1957.Damals saßen in der Rentenkommission fast ausschließlich Beamte.An der Quelle saß der Knabe.Das einzig positive an einer kleinen Rente ist das auch bei Rentenbezug der Freibetrag von über 8000€ gilt.Ob das aber ein Trost ist sei dahingestellt

  9. 12
    Frankenstein Michael

    Ich bin seit März 2017 Rentner und engagieren mich noch in dem Vorstand eines Vereins und zweier Stiftungen. Für das ehrenamtliche Engagement setze ich neben meiner Zeit meine private Technik (Tel., Pc usw.) und meinen PKW in erheblichen Maße ein. Habe ich eine Möglichkeit (außer der Ehrenamtspauschale) in der Steuererklärung davon etwas berücksichtigen zu lassen?

  10. 13
    Pascal D. Kaschen

    Danke für den Beitrag.

    Als Selbständiger wäre für mich aber mehr Informationen bzgl. der Basisrente (“Rürup-Rente”) interessant. Hab bis jetzt viele gute Vergleichsseiten wie https://xn--rrup-renten-vergleich-8hc.de/ besucht. Da werden die einzelnen Konditionen der ANbieter angezeigt und verglichen, aber ich wäre auch an einer ausführlichen Pro-Contra Liste interessiert (Wikipedia ist da sehr vage). Wie wird z.B. das fehlende Kapitalwahlrecht bei Rürup ausgeglichen? Wäre gut, wenn hier Selbständige ein bisschen ausführlicher informiert werden könnten.

    Herzlichen Dank und freundliche Grüße
    Pascal

  11. 14
    Karl-Heinz Judith

    zum Beitrag von Nr 6 von Carsten Würfel
    habe heute am 03.02.2018 ihren Beitrag gelesen ; dazu einige Anmerkungen.
    Ich bin Bundesbeamter im Ruhestand und bekomme 71% meiner lezten Bezüge–aber nicht Netto sondern Brutto!
    Die Pension wird altersgemäß versteuert. Dann werden mir noch 15% vom Bruttoeinkommen als Beitrag zur
    Krankenkasse abgezogen und zur (Altersvorsorge ) 1% abgezogen. dazu kommt noch die Pflegeversicherung.
    Die Krönung ist aber : ich bin als ehemaliger Beamter privat versichert .Ich zahle 10% meiner Aztkosten selber
    In der Apotheke Zahle ich meine Medikamente sofort. Ab 100 Euro kann ich die Rechnungen einreichen,und bekomme 90% nach Abzug von 5 oder 10 Euro gesetzliche Kosten erstattet. Ich warte auf die Bürgerversicherung.

  12. 16
    Carsten Würfel

    PS: Das unverzichtbare Buch für jeden Steuerzahler heißt :
    Steuergesetze “ungültig”!
    Hatte den Titel nicht vollständig angegeben – bei meinem letzten Statement – sorry

  13. 17
    Carsten Würfel

    Was sind wir Deutschen doch für Schwachmaden – lassen uns im Alter weiter vom FA ausplündern!
    Es ist respektlos und menschenverachtend, einfach festzusetzen, wenn du in Rente gehst, dann hast du einfach von heute auf morgen mit ~45% deines bisherigen Nettoeinkommens auszukommen! Geht’s noch!? Dieser Unverschämtheit nicht genug – das reicht den kriminellen Blutsaugern aber nicht, nein, du sollst deine Almosen auch noch versteuern! Wie armselig sind wir eigentlich – im Geiste…?
    Wenn jemand in Deutschland zB 1000 € Rente bekommt – wären es in Österreich 1700 €!!! Merkt ihr jetzt wie wir verarscht werden!? Es kommt noch besser! Die Beamten bekommen ~71% ihres letzten Nettoeinkommens – obwohl sie nie einen € eingezahlt haben! Das finanzieren wir Einzahler – also das arbeitende Volk – auch noch mit – zum Dank bekommen wir Melkkühe selbst nur noch 43% ab 2020 und müssen unser Trinkgeld auch noch versteuern! Noch mal – wo bleibt Empörung, Zorn und Wut – auf das wir ein Recht hätten !? Ich frage mich – leben wir eigentlich noch, oder sind wir schon Zombies…?
    Wenn man dann noch in das neu erschienene Buch “Steuergesetze ” rein schaut, bekommt man endgültig die Krise! Dort wird unumstößlich aufgezeigt, das die Steuergesetze aus der Nazi Zeit stammen und gar nicht angewendet werden dürfen – auch die AO ist eigentlich nicht anwendbar, da aufgehoben – wie viele andere Gesetze auch – Einführungsgesetze, Geltungsbereiche aufgehoben – Verstöße gegen das Zitiergebot – vieles nicht ratifiziert usw. usf…. Und alles ist offiziell in Bundesgesetzblättern dokumentiert, also hoch offiziell! Nur dem gemeinen Volk wird das natürlich nicht mitgeteilt – soll ja niemand wissen, das alle Finanzämter privat geführte Firmen sind – es dort keinen einzigen echten Beamten gibt! Darum wird ja auch kein einziger Bescheid unterschrieben – nur wir müssen unsere Erklärung angeblich unterschreiben – Lug und Trug – wo man hin schaut…
    In dem Buch werden Wege aufgezeigt, mit welchen jeweiligen Strategien man das FA richtig unter Druck setzen kann – wenn das 100 000te machen würden, wäre der Abzocker Spuk dieser sogenannten FAer bald vorbei…! Und nun kommt meine eigentliche Kritik an unserer Propaganda Medien – nicht die geringste Aufklärung für das gemeine Volk – es wird ausschließlich Systemkonform berichtet! Nicht die Spur eines investigativen Journalismus – es ist beschämend! Ich jedenfalls schäme mich inzwischen, einer so armseligen Spezi anzugehören! Seine Abstammung kann man sich leider halt nicht aussuchen…
    Aber darum wird man natürlich auch keine Unterstützung hier von “Ratgeber – Steuertipps” erwarten können – die würden niemals ihr “Geschäftsmodel” selbst torpedieren – Buhl lebt ja von der Unwissenheit seiner “Kunden” – man bekommt schlaue Tipps wie man ein paar € mehr oder weniger sparen kann, von Steuern, die man erst gar nicht zahlen müsste…! Eigentlich eine Lachnummer…
    So – nun bin ich gespannt – ob Buhl wenigstens so viel Courage hat, diesen meinen Beitrag ungekürzt zu bringen…!? Ganz toll wäre, wenn Buhl Redakteure sich mal die Mühe machen würden, meine Behauptungen mal SELBST zu prüfen – ohne vom Mainstream abzuschreiben… Wenn sie das Büchlein kaufen (15€) oder nur die eBook Version (10€) können Sie eine Menge Zeit sparen und sind in relativ kurzer Zeit schlau genug, um mitreden zu können – wenn sie es wollen und dürfen…!?
    Dann könnte Buhl uns Kunden und Verbraucher wirklich nützlich helfen – so das wir als nicht mehr zu ignorierente Masse massiv Druck auf’s FA ausüben könnten…!
    Ja ja – ich weiß – bin ins Träumen ab geglitten – reines Wunschdenken – schade…
    Jedenfalls – Leute – rafft EUCH auf – überprüft mein Statement hier – macht EUCH selbst endlich schlau!
    Agiert endlich SELBST – anstatt ständig immer noch mehr Steuern, doppelt und dreifach zu bezahlen…!
    Überlegt selbst – von eurem satt versteuertem Einkommen, eurem Netto, zahlt ihr beim Einkaufen und begleichen aller möglichen Rechnungen (Energie – Benzin{80¢+MwSt / l} – Miete Kfz ) schon wieder fette zusätzliche Steuern + überall natürlich auch die MwSt (für welchen Mehrwert eigentlich?) …!
    Ist das Vernünftig – ohne den geringsten Widerstand…? Also AUFWACHEN!!! Das ist Raub & Betrug – von Firmen, die sich schlauer Weise FA nennen – eigentlich unglaublich und auf jeden Fall Ungeheuerlich!!!

    • 18
      Willi Goppelsröder

      Danke für diesen super Artikel. Genau so ist es bei den Beamten. Sicherer Arbeitsplatz, keine Einzahlung in die Rentenkasse und dann noch über 70 % des letzten Gehaltes. Wir müssten demonstrieren. Ich bin dabei!!

  14. 19
    Lars

    Ich danke Ihnen für den interessanten Artikel. Damit man bei der Rente auch etwas Steuern sparen kann, ist eine umfassende Beratung wichtig.
    Mit besten Grüßen,
    Lars

  15. 20
    Stephan Herlitze

    Meine Frau hat Anfang 2017 ihre betriebliche Altersversorgung aus ihrer Pensionskasse ausgezahlt bekommen (26803.22 €). Sie hat daraufhin einen Bescheid von ihrer KV “BKK mhplus” erhalten. Diese errechnete einen 10 jährigen monatlichen Beitrag von 41,32 € ( Gesamt: 4958,40 €).
    Meine Fragen: Ist das rechtens, und werden dazu nachträglich noch Steuern erhoben ? Wenn ja, mit welchen Kosten muss sie rechnen ?

  16. 23
    Bernhard Hesse

    ich lebe seit 2005 in Spanien, musste Einkommensteuer fuer 2010-2014 nachbezahlen , meine Rente ist 1250,–€
    die Nachzahlung war ca. 4000,–€ Miete fuer 2010 500,–€ x12 2011 bis 2014 370€ 48x 60 % invalidaet
    meine Frage, ist das korrekt?
    wieviel % steuern zahlt man , und die Miete und 60% invalidat muessten doch abzuege sein oder?

    herzlichen Dank

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