Spenden und Beiträge in der Steuererklärung

Spenden und Beiträge in der Steuererklärung

Neue Vereinfachungsregel ab 2017


Spenden für gemeinnützige, kirchliche und mildtätige Zwecke sowie an Parteien und Wählervereinigungen sind steuerlich absetzbar. Bisher erhielten Sie den Steuervorteil aber nur, wenn Sie dem Finanzamt die Ausgaben mittels Belegen nachgewiesen haben.

Ab 2017: Vorlage erst bei Nachfrage

Ohne Zuwendungsbestätigung gab es auch keine Steuerermäßigung. Dieser Beleg war somit eine zwingende Voraussetzung für den Sonderausgabenabzug. In bestimmten Fällen genügte auch ein vereinfachter Nachweis, z.B. ein Kontoauszug.

Nun gilt für die Steuererklärung 2017 erstmals eine neue Vereinfachungsregelung: Die bisherige Belegvorlagepflicht wird in eine Belegvorhaltepflicht umgewandelt. Zuwendungsbestätigungen bzw. entsprechende Nachweise müssen Sie jetzt nicht mehr mit der Steuererklärung einreichen. Vielmehr müssen Sie diese nur dann nachreichen, wenn das Finanzamt Sie dazu auffordert. Dies kann es  bis zu einem Jahr nach Bekanntgabe des Steuerbescheids tun. Solange müssen Sie also den Spendenbeleg aufbewahren.

Die neue Belegvorhaltepflicht gilt für Spenden, die ab dem 01.01.2017 geleistet werden. Gleichwohl ist der Erhalt einer Zuwendungsbestätigung nach wie vor Voraussetzung für den Spendenabzug.

Achten Sie deshalb darauf, dass Sie eine Bescheinigung erhalten und bewahren Sie diese auf.

Elektronische Übermittlung der Spendenbescheinigung

Sie können den Spendenempfänger auch bevollmächtigen, die Zuwendungsbestätigung Ihrem zuständigen Finanzamt elektronisch zu übermitteln. Dazu müssen Sie dem Spendenempfänger Ihre Identifikationsnummer mitteilen. Der Spendenempfängen kann Ihnen dann die Daten elektronisch oder als Ausdruck zur Verfügung stellen.

Vorteil für Sie: Sie müssen eine Zuwendungsbestätigung weder aufbewahren noch vorlegen. Für den Spendenempfänger würde zugleich die Pflicht zur Aufbewahrung eines Doppels der Zuwendungsbestätigung entfallen.

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