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ELSTER und VaSt


Vorausgefüllte Steuererklärung

Vereinfachung bei der Steuererklärung! Das verspricht das Finanzamt mit seinem neusten Projekt: Der vorausgefüllten Steuererklärung, kurz VaSt. Wir zeigen Ihnen, was es damit auf sich hat.
Das Finanzamt macht für Sie die Steuererklärung

Der Fiskus stellt Ihnen ab 2014 Ihre gespeicherten Steuerdaten online bereit. Und Sie können diese direkt in Ihre elektronischen Steuerformulare eintragen. Das lästige Abtippen von Bescheinigungen entfällt.

Das Beste: Auch mit Ihrer Steuer-Software von Buhl können Sie die Daten online abrufen – und direkt in die richtigen Felder der Erklärung übernehmen. Nachdem Sie die Angaben überprüft und gegebenenfalls ergänzt haben, senden Sie wie gewohnt Ihre Erklärung ans Finanzamt.

Welche Vorteile hat die VaSt?

Weniger Fehler

Das manuelle Eintippen von Bescheinigungen entfällt. Die Daten werden automatisch in die entsprechenden Felder der Einkommensteuererklärung eingetragen. Dadurch wird das Risiko falscher Eintragungen wie z.B. Zahlendreher erheblich verringert.

Sie sparen Zeit

Durch die automatische Datenübernahme sparen Sie Zeit. Sie müssen die übernommenen Daten lediglich überprüfen. Notwendig bleiben hingegen Ergänzungen wie z. B. Ausgaben zu Handwerkerleistungen, Werbungskosten oder Sonderausgaben.

Weniger Nachfragen vom Finanzamt

Das Finanzamt prüft die Daten bereits im Vorfeld auf Plausibilität. Dadurch ist die Chance höher, ohne Rückfragen der Finanzbeamten zur Steuererstattung zu kommen.

Höhere Transparenz

Sie wissen bereits bei der Erstellung der Steuererklärung, welche Daten der Fiskus über Sie vorliegen hat. Das erhöht die Transparenz im sonst eher undurchsichtigen Besteuerungsverfahren.

Alle Abweichungen auf einen Blick

Durch die optionale Bescheiddatenabholung sehen Sie eventuelle Abweichungen direkt – das erleichtert die Prüfung des Steuerbescheids.

Wichtig

Sie können Ihre Steuererklärung weiterhin ausdrucken und in Papierform an das Finanzamt schicken. Eine Verpflichtung zur elektronischen Abgabe ist mit der Nutzung der VaSt nicht verbunden.

Welche Daten werden bereitgestellt?

Mit der vorausgefüllten Steuererklärung werden Ihnen momentan folgende Daten von der Finanzverwaltung zum Abruf zur Verfügung gestellt:

  • Lohnsteuerdaten
  • Bescheinigungen über Rentenleistungen
  • Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung
  • Beiträge zu Riester oder Rürup

Der  Datenumfang soll in den nächsten Jahren schrittweise erweitert werden.

Ab wann können Sie die VaSt nutzen?

Der Service steht Ihnen seit 2014 zur Verfügung. Bereits zu Ihrer Steuererklärung 2013 können Sie die Belege elektronisch abrufen – vorausgesetzt, diese wurden bereits an das Finanzamt übermittelt. Ihr Arbeitgeber oder Ihre Versicherung haben dafür eine gesetzliche Frist bis zum 28.02. des nächsten Jahres. Spätestens ab diesem Zeitpunkt können Sie alle Daten einsehen, die dem Finanzamt übermittelt wurden.

Wie funktioniert die Anmeldung auf elsteronline.de?

Um Ihre Daten abrufen zu können, müssen Sie sich zuerst im ELSTEROnlinePortal registrieren – mit Ihrer steuerlichen Identifikationsnummer. Diese finden Sie z.B. links oben auf Ihren letzten Steuerbescheid.

Für die Registrierung genügt die kostenlose Registrierungsart ELSTER-BASIS (Software-Zertifikat als Datei auf Ihrem Computer). Damit können Sie die vorausgefüllte Steuererklärung sowie die papierlose Übermittlung der Steuererklärung nutzen. Als Privatperson wählen Sie das persönliche Zertifikat und die Registrierung mit Ihrer persönlichen Identifikationsnummer. Auch Ihre E-Mail-Adresse müssen Sie angeben.

Das Online-Portal sendet Ihnen dann eine E-Mail, die Sie bestätigen müssen. Anschließend bekommen Sie eine „Aktivierungs-ID“ per Mail sowie per Brief-Post einen „Aktivierungs-Code“ zugeschickt. Der Brief wird von der Finanzverwaltung Ihres Landes an die Adresse verschickt, die zu Ihrer Identifikationsnummer oder Steuernummer gespeichert ist. Der Postversand erfolgt binnen weniger Tage. Im Einzelfall kann er jedoch auch bis zu zwei Wochen dauern.

Hinweis

Wenn Sie bei der Registrierung Ihren neuen Personalausweis benutzen, kommt der Aktivierungs-Code auch direkt per E-Mail. Das Warten auf die Zusendung durch die Post entfällt.

Geben Sie nun die Aktivierungs-ID aus der E-Mail und den Aktivierungs-Code aus dem Brief im ELSTEROnlinePortal ein. Nach Eingabe der von Ihnen selbst gewählten Zertifikats-PIN wird Ihr persönliches Zertifikat generiert. Diese Datei speichern Sie auf Ihrem Computer oder Stick. Nun können Sie sich bei ELSTEROnline anmelden. Erst mit diesem Schritt ist die Registrierung vollständig abgeschlossen.

Die Schritte der Anmeldung

Unser Workshop im PDF-Format erklärt Ihnen mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung nochmals ganz genau, wie Sie Ihr ELSTER-Zertifikat erhalten.

Wie wird der Belegabruf eingerichtet?

Um am Belegabrufverfahren teilzunehmen, müssen Sie sich wieder auf dem ELSTEROnlinePortal anmelden. Hierbei wählen Sie unter „Dienste“ / „Belegabruf (vorausgefüllte Steuererklärung“) den Punkt „Teilnahme am Belegabrufverfahren“ aus.

Jetzt nur noch Ihr Geburtsdatum sowie Ihren selbst gewählten PIN eingeben- und Sie bekommen eine Nachricht in Ihr Postfach im ELSTEROnlinePortal geschickt. Sie sind nun für das Belegabrufverfahren angemeldet.

Wenn Sie ein Software-Zertifikat verwenden, bekommen Sie nun automatisch einen Abrufcode per Post zugeschickt. Andernfalls können Sie diesen manuell unter „Dienste“ / „Belegabruf (vorausgefüllte Steuererklärung)“ / „Abrufcode beantragen“ anfordern.

Dieser Abrufcode ist eine wiederverwendbare PIN. Er kann, im Gegensatz zur Software-Zertifikats-Pin, maximal vier Mal hintereinander falsch eingegeben werden. Nach dem fünften Fehlversuch müssen Sie einen neuen Abrufcode beantragen.

Auch mit Ihrer Buhl-Software

Ihre Steuer-Software aus dem Hause Buhl übernimmt per Mausklick die Daten vom Finanzamt. Das Beste: Sie führt automatisch zu den individuellen Spartipps. So nutzen Sie alle Vorteile des Datenabrufs beim Finanzamt, sparen Zeit – und vor allem Steuern.

Wichtig

Unsere Workshops im PDF-Format zeigen Ihnen wie der Belegabruf mit der Steuer-Software funktioniert:

Wie funktioniert der Belegabruf für Dritte?

Sie können auch Belege für andere Personen wie Ihrem Ehepartner, Lebensgefährten oder Ihren Kindern abrufen. Da das Steuergeheimnis jedoch oberste Priorität hat, muss die andere Person Sie ausdrücklich dazu autorisieren. Derjenige, der die Daten abrufen will, muss beim ELSTEROnlinePortal registriert sein. Der eigentliche Dateninhaber muss sich nicht anmelden.

Wählen Sie dafür im ELSTEROnlinePortal unter „Dienste“ / „Belegabruf (vorausgefüllte Steuererklärung)“ / „Berechtigung von einer anderen Person beantragen“ aus. Nun geben Sie das Geburtsdatum und die Identifikationsnummer der Person ein, deren Daten Sie abrufen wollen. Die Berechtigung zum Belegabruf kann hierbei durch die Eingabe einer Gültigkeitseinschränkung zeitlich begrenzt werden. Geben Sie kein Datum ein, gilt die Berechtigung unbefristet.

Jetzt müssen Sie nur noch Ihre PIN eingeben – und Sie und die Person, deren Daten Sie abrufen wollen, erhalten Post: Sie als Datenabrufer empfangen eine Postfachnachricht auf dem ELSTEROnlinePortal mit einem Code zum Freischalten. Hat der Dateninhaber auch einen Account samt Registrierung auf ELSTEROnline, so erhält auch er eine Nachricht in seinem Postfach. Ist er jedoch nicht angemeldet, bekommt er den Freischaltcode per Post zugeschickt.

Sobald er den Code an Sie weiter gegeben hat, tragen Sie diesen im ELSTEROnlinePortal ein – und sind zum Abruf der Daten berechtigt.

Wie können Sie die Daten in Ihre Steuererklärung übernehmen?

Der Abruf sowie das Eintragen der Daten ist nur möglich, wenn die ID-Nummer am Belegverfahren angemeldet ist. Wenn Sie Daten für Dritte abrufen wollen, muss zudem die Abrufberechtigung bereits erteilt sein. Um die Daten direkt in die elektronischen Formulare zu übertragen, wählen sie im ELSTEROnlinePortal über die Seite „Formulare“ den Punkt „Einkommensteuer“ aus. Geben Sie anschließend Ihre Steuernummer und das Kalenderjahr ein. Klicken Sie den Weiter-Button – und Sie gelangen zum Steuererklärungs-Formular.

Wichtig

Tragen Sie Ihre ID zuerst manuell in das Formular ein. Erst danach ist eine Zuordnung möglich- und Sie können die Belege in die Formulare der Steuererklärung übernehmen.

Klicken Sie nun auf Hauptvordruck und wählen Sie „Steuerpflichtige Person“ aus. Jetzt können Sie die ID der Person eingeben, deren Belege Sie abrufen wollen. Um zu den Belegen zu gelangen, scrollen Sie auf der Anlagenübersichts-Seite herunter und klicken auf „Belege“. Um zum Belegabruf zu gelangen, müssen Sie aus Sicherheitsgründen nochmals Ihre ID-Nummer, Pin und Abrufcode eingeben. Nun wird Ihnen die Liste der elektronischen Belege angezeigt. Um einen Beleg in Ihr Steuererklärungs-Formular zu übernehmen – klicken Sie „übernehmen“.

Was tun bei unvollständigen oder fehlerhaften Daten?

Es werden zwar bereits viele Daten übernommen, doch vollständig ist Ihre Steuererklärung damit meist noch nicht. Um die optimale Steuererstattung herauszuholen, sollten weitere Angaben ergänzt und Belege nachgereicht werden. Dazu gehören zum Beispiel Ausgaben wie Fahrtkosten, haushaltsnahe Dienstleistungen oder Krankheitskosten.

Fehlerhafte Daten müssen von Ihnen selbstständig korrigiert werden. Wer einen Fehler nicht berichtigt, ist grundsätzlich selbst dafür verantwortlich. Ihnen können nur Daten angezeigt werden, die z.B. von Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Versicherung an die Steuerverwaltung übermittelt wurde. Bei fehlerhaften oder unvollständigen Daten wenden Sie sich für die Korrektur bitte direkt an den jeweiligen Datenübermittler. Eine Korrektur durch das Finanzamt ist leider nicht möglich. Trotz Bereitstellung der Daten durch den Fiskus übernimmt dieser keine Gewähr für deren Richtigkeit! Sehen Sie daher die VaSt als reine Hilfestellung an.

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3 Comments

eigener Kommentar
  1. 1
    Hartmut Löw, 24159 KieL

    ich möchte meine Steuerdaten für 2015 herunterladen. Ich erhalte nur Daten von 2014 und dann ist da noch eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung über einen Betrag, den ich als „Gehalt“ nie erhalten habe. Ich bin (mal wieder) maximal irritert. Ist es denn richtig, dass ich nur Daten der abgeschlossenen Steuererklärung von 2014 erhalte. 105 hatte ich nur Lohnersatzleistungen und eine BAV-Zahlung – woher komm dann die Lohnsteuerbescheinigung mit einem abweichendem zu versteuernden „Lohnbetrag“ ??i

  2. 2
    Knut Schiller

    Der Zugang zu abzurufende Daten bedarf eines Lehrganges; viel zu aufwendig und zeitraubend. Im Zeitalter de „Klicks“ mit der Maus ist dieses unbedingt notwendige Lesen mit teilweise irritierenden Inhalten ein Schritt in die Vergangenheit!
    mit freundlichem Gruß

  3. 3
    J.W.Pohl

    ich bin Rentner und lasse seit einigen Jahren meine Steuererklärung (früher beim Steuerberater) bei einer „Lohnsteuerhilfe e.V.“ machen, was aber auch (für Rentner) relativ teuer ist. Jetzt möchte ich das gerne selbst ausprobieren und habe dazu folgende Fragen: 1. kann ich das Formuklar bei ihnen abrufen und helfen sie mir beim Ausfülle (ich bin nicht bei „you tube“ oder sonstigen regisrtriert). 2. kann ich dann auch erkennen, was ich mit den Belegen machen muss? 3. was kostet das bei ihnen? 4. sollte ich mir im Buchhandel eine CD kaufen, z.B von WISO, würde mir das mehr helfen und die Sache vereinfachenß

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