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Was ist VaSt?

Alles zur vorausgefüllten Steuererklärung


Die Steuererklärung selbst machen? Für einige kaum vorstellbar. Viel zu groß ist die Angst, falsche Angaben zu machen – und am Ende sogar die Steuererstattung zu riskieren. Doch diesem Denken wollten die Finanzämter entgegenwirken – und führten 2014 die vorausgefüllte Steuererklärung, kurz VaSt, ein. Wir zeigen Ihnen, was genau das ist und wie Sie davon profitieren können.

+++ Verzögerungen bei VaSt-Bescheinigungen +++

Die Finanzämter haben bekannt gegeben, dass sich die Bereitstellung der VaSt-Bescheinigungen aufgrund technischer Probleme immer noch verzögert. Das führt dazu, dass einige Bescheinigungen noch nicht abgerufen werden konnten, weil die Finanzämter sie noch nicht zum Abruf zur Verfügung gestellt haben. Das betrifft vor allem diejenigen Nutzer, die den Abruf-Service nach dem 13.01.2021 beantragt haben.

Blitz IconFür alle Nutzer des Steuer-Abruf bedeutet das: einfach zurücklehnen und abwarten. Sobald die Bescheinigungen bereitstehen, werden Sie per E-Mail informiert und können Ihre Daten anschließend in Ihre Steuererklärung eintragen lassen.

Was ist VaSt?

VaSt, also die vorausgefüllte Steuererklärung, ist ein Service der Finanzämter. Dabei werden Bescheinigungen und Daten, die dem Finanzamt vorliegen, zum Abrufen bereitgestellt. Nutzen Sie diesen Service, können Sie die Bescheinigungen anfordern und direkt in Ihrer Steuererklärung eintragen lassen. Das spart Ihnen das lästige Abtippen und bietet gleichzeitig auch Sicherheit – denn die Daten werden direkt an die richtige Stelle in Ihrer Steuererklärung eingetragen.

Welche Daten werden bereitgestellt?

Zu den Daten, die das Finanzamt zur Verfügung stellt, gehören unter anderem:

  • Lohnsteuerbescheinigung
  • Kurzarbeitergeld
  • Rentenbescheinigungen
  • Altersvorsorge-Verträge (wie Riester- oder Rürup-Verträge)
  • Krankenversicherung
  • Elterngeld & Mutterschaftsgeld
  • Krankengeld
  • Arbeitslosengeld
  • Pflegeversicherung

Wieso hat das Finanzamt meine Daten?

Arbeitgeber sind dazu verpflichtet Daten zur Lohnsteuer an das Finanzamt zu übermitteln. Auch bestimmte Versicherungen und Krankenkassen leiten Daten an das Finanzamt weiter, die für die Steuer relevant sind. Und genau diese Daten können Sie elektronisch abrufen und automatisch in Ihre Steuererklärung eintragen lassen.

Wie lange können Daten abgerufen werden?

Sie können Ihre Daten für die letzten 4 Jahre abrufen. In diesem Zeitraum können sie beliebig oft abgerufen werden.

Warum wurden meine Daten noch nicht abgerufen?

Vor allem am Jahresanfang kann es sein, dass dem Finanzamt noch nicht all Ihre Daten vorliegen. Das hängt daran, dass Arbeitgeber, Versicherungen und Krankenkassen bis Ende Februar eines Jahres Zeit haben, um die Daten des Vorjahres an das Finanzamt weiterzugeben. So kann es sein, dass sie im Januar oder Februar einfach noch nicht übermittelt wurden. Die Daten für Ihre Steuererklärung 2020 sollten dem Finanzamt also bis spätestens 28.02.2021 vorliegen.

Welche Vorteile hat VaSt?

Mit der vorausgefüllten Steuererklärung profitieren Sie von:

  • Zeitersparnis: Sie müssen die Daten lediglich überprüfen und nicht erst selbst abtippen.
  • Sicherheit: Die Daten werden automatisch eingetragen. Somit besteht keine Gefahr, dass Sie sich vertippen oder Daten falsch eintragen.
  • Transparenz: Sie wissen genau, welche Daten das Finanzamt von Ihnen hat.

Wie kann ich den Daten-Abruf freischalten?

Möchten Sie den VaSt-Service der Finanzämter nutzen, haben Sie dafür zwei Möglichkeiten. Entweder Sie schalten den Abruf direkt über Elster frei, oder Sie nutzen hierfür ein Steuerprogramm, wie etwa WISO Steuer.

Ganz einfach mit dem Steuer-Abruf von WISO Steuer

Mit WISO Steuer können Sie den Abruf ganz bequem am Handy oder im Browser freischalten.

  1. Einfach über Mein Buhl-Konto > Steuer-Abruf einrichten den Abruf freischalten.
  2. Innerhalb kurzer Zeit erhalten Sie dann einen Brief vom Finanzamt, der den Freischalt-Code enthält. Dann nur noch Code eingeben – und fertig.
  3. WISO Steuer ruft automatisch Ihre Daten ab und informiert Sie per E-Mail, wenn neue Daten für Sie bereitstehen.

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VaSt und Elster

Sie können auch über Elster am Belegabrufverfahren teilnehmen. Hier sind jedoch etwas mehr Schritte notwendig:

  1. Melden Sie sich bei Elster an.
  2. Wählen Sie unter Dienste > Belegabruf (vorausgefüllte Steuererklärung) den Punkt Teilnahme am Belegabrufverfahren aus.
  3. Im nächsten Schritt geben Sie Ihr Geburtsdatum sowie Ihre selbst gewählte Pin ein.
  4. Wenn Sie ein Software-Zertifikat verwenden, bekommen Sie nun einen Abrufcode per Post zugeschickt. Andernfalls können Sie diesen manuell unter DiensteBelegabruf (vorausgefüllte Steuererklärung)Abrufcode beantragen anfordern.

Wie kann ich die Daten in meine Steuererklärung übernehmen?

Wurden Ihre Daten übermittelt, können Sie sie in Ihre Steuererklärung eintragen lassen.

Per Mausklick mit WISO Steuer

WISO Steuer übernimmt per Mausklick Ihre Daten vom Finanzamt. Das Beste: sogar mit individuellen Spartipps! So nutzen Sie alle Vorteile des Daten-Abrufs beim Finanzamt, sparen Zeit – und vor allem Steuern.

Mit Elster

Um die Daten direkt in die elektronischen Formulare zu übertragen, wählen Sie über die Seite Formulare den Punkt Einkommensteuer aus. Geben Sie anschließend Ihre Steuernummer und das Kalenderjahr ein. Klicken Sie den Weiter-Button – so gelangen Sie zum Steuererklärungs-Formular.

Tragen Sie Ihre Steuer-ID zuerst manuell in das Formular ein. Erst danach ist eine Zuordnung möglich und Sie können die Belege in die Formulare der Steuererklärung übernehmen.

Was tun, wenn Belege falsch oder unvollständig sind?

Es werden zwar bereits viele Daten übernommen, doch vollständig ist Ihre Steuererklärung damit meist noch nicht. Um die optimale Steuererstattung herauszuholen, sollten weitere Angaben ergänzt und Belege nachgereicht werden, wenn das Finanzamt sie fordert. Dazu gehören z. B. Ausgaben wie Fahrtkosten, haushaltsnahe Dienstleistungen. Erfahren Sie in unserem Beitrag, wie auch Krankheitskosten Steuern beeinflussen können.

Fehlerhafte Daten müssen Sie selbstständig korrigieren. Wer einen Fehler nicht berichtigt, ist grundsätzlich selbst dafür verantwortlich.

Sind Ihre Daten falsch oder unvollständig, sollten Sie sich an den Datenübermittler wenden. Das kann z. B. Ihr Arbeitgeber, Ihre Krankenkasse oder Ihre Versicherung sein. Die Änderungen müssen dem Finanzamt anschließend mitgeteilt werden. Das Finanzamt selbst übernimmt keine Korrekturen.

Achtung Steuer Hinweis IconBeachten Sie: Trotz der Bereitstellung der Daten durch das Finanzamt, übernimmt es keine Gewähr für deren Richtigkeit! Werfen Sie also immer noch einen prüfenden Blick auf die Daten.

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Quellen: Portal elster.de

Steuerberatung?

Einzelfragen zu Ihrer Steuererklärung darf leider nur ein Steuerberater beantworten. Wir freuen uns jedoch über Lob und Kritik und nehmen Ihre Anregungen gerne für zukünftige Beiträge auf.

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Übrigens: In unserer Steuer-Software finden Sie eine ausführliche Hilfe und Tipps zu allen Themen rund um Ihre Steuererklärung.

5 Kommentare

Kommentar hinterlassen
  1. 1
    Karl-Heinz Nagel

    Am 06.11.2020wurde der Gesetzbeschluß des Deutschen Bundestages “Gesetz zur Erhöhung der Behinderten – Pauschbeträge und zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen”vom Bundesrat angenommen. Darin wird der §33b dahingehend geändert, das bei einem Grad der Behinderung von 80 der Pauschbetrag 2.120€ beträgt. Ihr Programm geht von 1.060€ aus. Ist Ihr Programm nicht auf dem neuesten Stand?

    • 2
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      Sie haben recht: die Behinderten-Pauschbeträge wurden erhöht.
      Die Erhöhung der Behindertenpauschbeträge erfolgt allerdings erstmals für das Steuerjahr 2021.
      Aktuell können Sie in unseren Steuerprogrammen das Steuerjahr 2020 bearbeiten. Für diesen Zeitraum gelten noch die “alten” Beträge.
      Für die Steuererklärung für das Jahr 2021 sind die erhöhten Pauschbeträge dann selbstverständlich in der WISO Steuer Software enthalten.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

  2. 3
    J.W.Pohl

    ich bin Rentner und lasse seit einigen Jahren meine Steuererklärung (früher beim Steuerberater) bei einer “Lohnsteuerhilfe e.V.” machen, was aber auch (für Rentner) relativ teuer ist. Jetzt möchte ich das gerne selbst ausprobieren und habe dazu folgende Fragen: 1. kann ich das Formuklar bei ihnen abrufen und helfen sie mir beim Ausfülle (ich bin nicht bei “you tube” oder sonstigen regisrtriert). 2. kann ich dann auch erkennen, was ich mit den Belegen machen muss? 3. was kostet das bei ihnen? 4. sollte ich mir im Buchhandel eine CD kaufen, z.B von WISO, würde mir das mehr helfen und die Sache vereinfachenß

  3. 4
    Knut Schiller

    Der Zugang zu abzurufende Daten bedarf eines Lehrganges; viel zu aufwendig und zeitraubend. Im Zeitalter de “Klicks” mit der Maus ist dieses unbedingt notwendige Lesen mit teilweise irritierenden Inhalten ein Schritt in die Vergangenheit!
    mit freundlichem Gruß

  4. 5
    Hartmut Löw, 24159 KieL

    ich möchte meine Steuerdaten für 2015 herunterladen. Ich erhalte nur Daten von 2014 und dann ist da noch eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung über einen Betrag, den ich als “Gehalt” nie erhalten habe. Ich bin (mal wieder) maximal irritert. Ist es denn richtig, dass ich nur Daten der abgeschlossenen Steuererklärung von 2014 erhalte. 105 hatte ich nur Lohnersatzleistungen und eine BAV-Zahlung – woher komm dann die Lohnsteuerbescheinigung mit einem abweichendem zu versteuernden “Lohnbetrag” ??i

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