Versicherungsbeiträge

Vom Chef bezahlt? Arbeitslohn!


Bezahlt ein Arbeitgeber seinem Angestellten Versicherungsbeiträge, so waren diese Beiträge bis 44 Euro monatlich steuerfrei. Ab 2014 müssen sie jedoch versteuert werden.

Arbeitgeber bezahlt Versicherung

Barlohn vom Arbeitgeber ist immer steuerpflichtig, egal ob regelmäßig bezahlt oder nur eine kleine Prämie aus besonderem Anlass. Anders sieht es bei Sachbezügen aus: Diese sind bis zu 44 Euro im Monat steuer- und sozialversicherungsfrei. Dies waren bisher auch Beiträge eines Arbeitgeber, die er für den Fall einer Krankheit, eines Unfall, Invalidität, Alter oder Tod seines Angestellten übernahm – beispielsweise Pflegezusatzversicherung oder Krankentagegeldversicherung.

2011: noch steuerfrei

Noch im Jahr 2011 hat der BFH Beiträge des Arbeitgebers für eine private Krankenversicherung als Sachbezug beurteilt. Voraussetzung: Der Arbeitnehmer kann aufgrund des Arbeitsvertrages von seinem Arbeitgeber ausschließlich Versicherungsschutz und nicht auch eine Geldzahlung verlangen kann (Aktenzeichen VI R 24/10). So handhabte es bisher auch der Fiskus: Die Gewährung von Versicherungsschutz wurde als Sachbezug und nicht als Barlohn betrachtet – und war somit steuerfrei.

Ab 2014: steuerpflichtig

Ab nächstem Jahr ist jedoch alles anders: Das Bundesfinanzministerium hat nun angeordnet, dass ab dem 01.01.2014 vom Arbeitgeber gezahlte Versicherungsbeiträge stets steuerpflichtigen Barlohn darstellen. Und deshalb ist die Sachbezugsfreigrenze nicht mehr anwendbar, sodass Versicherungsbeiträge nicht mehr bis 44 Euro steuerfrei bleiben. Dabei spielt es keine Rolle, ob Versicherungsnehmer der Arbeitnehmer oder der Arbeitgeber ist (Schreiben des Bundesfinanzministeriums).

 

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