Zweitwohnung mit Angehörigen

Zweitwohnung mit Angehörigen

Keine Steuervergünstigung


Kosten für eine Zweitwohnung am Arbeitsort mindern die Steuer: Als Werbungskosten bei der doppelten Haushaltsführung. Doch Vorsicht, wenn die Wohnung mit einem unterhaltsberechtigten Angehörigen geteilt wird.

Keine berufliche Veranlassung

Ausgaben für eine Zweitwohnung sind nicht beruflich veranlasst, wenn diese von einem unterhaltsberechtigten Angehörigen mitbenutzt wird. Dies entschied nun das Finanzgericht Münster (Aktenzeichen 14 K 1196/10).

Ein Steuerzahler machte in seiner Steuererklärung Ausgaben für eine doppelte Haushaltsführung geltend. Doch das Finanzamt strich die Kosten für die Wohnung und erkannte nur die Fahrtkosten an. Der Mann klagte darauf vor dem Finanzgericht – doch dies entschied nun gegen ihn.

Begründung: Es fehle an der beruflichen Veranlassung der Kosten, da die unterhaltsberechtigte Tochter die Wohnung ganzjährig mitnutzte. Ihr Studium hatte sie bereits abschlossen, im Streitjahr jedoch noch kein eigenes Einkommen. Das Zusammenleben mit der Tochter überlagere die ursprünglich vorhandene berufliche Veranlassung. Eine klare und eindeutige Abgrenzung, welche Kosten nun beruflich und welche privat enstanden sind, sei so unmöglich.

Grundsätzliches zur doppelten Haushaltsführung

Wer aus beruflichen Gründen zusätzlich zur Hauptwohnung eine zweite Wohnung in der Nähe des Arbeitsortes unterhält, kann die Aufwendungen für die auswärtige Berufstätigkeit als Werbungskosten für doppelte Haushaltsführung ansetzen. Neue Voraussetzung ab 2014: Beim Hausstand am Lebensmittelpunkt muss man sich finanziell beteiligen. Ein Zimmer im Elternhaus ohne Zuzahlung genügt somit nicht mehr.

Ab 2014 sind bis zu 1.000 Euro im Monat abzugsfähig. Darunter fallen alle für die Unterkunft entstandene Kosten wie:

    • Miete
    • Nebenkosten
    • Reinigungskosten
    • Zweitwohnungsteuer
    • Parkplatz oder Garagenmiete
    • Abschreibungen für Einrichtungsgegenstände
    • Rundfunkgebühr

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