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Buchhaltung

Keine kürzeren Fristen


Unternehmer und Gewerbetreibende sind verpflichtet, Geschäftsunterlagen über einen bestimmten Zeitraum aufzubewahren. Dies gilt auch für Freiberufler und andere Selbstständige, wenn sie freiwillig bilanzieren oder aufgrund ihrer Rechtsform hierzu verpflichtet sind. Die Aufbewahrungspflicht ist Bestandteil der Aufzeichnungs- und Buchführungspflicht.

Es gibt zwei Aufbewahrungsfristen:

  • 10 Jahre für Bücher und Aufzeichnungen, Inventare, Jahresabschlüsse (Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung), Lageberichte, Eröffnungsbilanz, Arbeitsanweisungen und Organisationsunterlagen, Buchungsbelege.
  • 6 Jahre für empfangene Geschäftsbriefe, Kopien der abgesandten Geschäftsbriefe, sonstige Unterlagen, soweit sie für die Besteuerung von Bedeutung sind, Lohnkonten und die dort aufzubewahrenden Belege.

Kürzere Fristen

Die Bundesregierung wollte mit dem “Jahressteuergesetz 2013” die Aufbewahrungsfrist von 10 Jahre ab 2013 zunächst auf 8 Jahre verkürzen. Ab 2015 sollte sie dann dauerhaft auf 7 Jahre verringert werden. Für Unterlagen, die nach bisherigem Recht 6 Jahre aufzubewahren sind, sollte diese Frist unverändert weiter gelten.

Hintergrund

Das Jahressteuergesetz 2013 ist an der SPD-/Grünen-Mehrheit im Bundesrat und im Vermittlungsausschuss gescheitert. Am 17.01.2013 hat der Bundestag die Beschlussempfehlung des Vermittlungsausschusses abgelehnt. Folglich gelten die bisherigen Aufbewahrungsfristen von 10 und 6 Jahren unverändert weiter.

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