Heimarbeitsplatz

Heimarbeitsplatz

Wann gibts den Steuervorteil bei Alleinerziehenden?


Alleinerziehende sind oft darauf angewiesen, aber auch andere Arbeitnehmer profitieren von dem Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden. Nach Meinung der Oberfinanzdirektion Münster sollten die Kosten für diesen Arbeitsplatz als Werbungskosten in vielen Fällen in der Steuererklärung in voller Höhe anerkannt werden.

Das Steuerrecht unterscheidet drei Fälle:

  • Kein Abzug der Kosten für das Arbeitszimmer, wenn für die Tätigkeit ein anderer Arbeitsplatz durch den Arbeitgeber zur Verfügung steht und dort der Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit ist.
  • Bis zu einem Maximalbetrag von 1.250 € können steuerlich als Werbungskosten geltend gemacht werden, wenn der Mittelpunkt der Tätigkeit außerhalb des häuslichen Arbeitszimmers ist und für bestimmte Tätigkeiten kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.
  • Sämtliche Kosten für das häusliche Arbeitszimmer können angesetzt werden, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit bildet.

Mittelpunkt

Der Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit befindet sich im häuslichen Arbeitszimmer, wenn die Tätigkeit in der Firma und die im Arbeitszimmer qualitativ gleichwertig sind und mehr als die Hälfte der Arbeitszeit im häuslichen Arbeitszimmer verbracht werden. Nach Meinung der Oberfinanzdirektion Münster ist in diesem Fall der zur Verfügung gestellte Arbeitsplatz in der Firma nicht mehr entscheidend.

 Folge

Sind die Tätigkeiten in und außerhalb des Arbeitszimmers qualitativ gleichwertig und verbringt der Arbeitnehmer zum Beispiel drei von fünf Arbeitstagen in der Woche in seinem häuslichen Arbeitszimmer, liegt der Mittelpunkt der gesamten Tätigkeit im Arbeitszimmer. Die Folge ist, dass sämtliche Kosten für das Arbeitszimmer von den Bearbeitern im Finanzamt anerkannt werden müssten- auch wenn der Arbeitnehmer freiwillig von zu Hause aus arbeitet.

Oberfinanzdirektion Münster, Kurzinfo ESt 6/2013

+ Hier gibt es noch keine Kommentare

eigener Kommentar