Mittelstandsbauch soll weg

Mittelstandsbauch soll weg

Weniger Steuern


Die Union und die FDP wollen den Mittelstand entlasten. Aber nur eins ist sicher: Ein fertiges Konzept oder einen Zeitplan gibt es nocht nicht.

Bislang werden bei der angekündigten Steuerreform der Regierung  verschiedene Varianten durchgespielt. Diskutiert wird: Was ist finanzierbar und was ist politisch überhaupt durchsetzbar? Klar ist nur, dass der so genannte „Mittelstandsbauch“ kleiner werden soll. Und auch von Abschaffung des Solidaritätszuschlags ist – bei Widerstand des Bundesrates gegen die Reform – immer wieder die Rede.

„Kalte Progression“ und „Mittelstandsbauch“.

Dabei fallen häufig die Sichworte „Kalte Progression“ und „Mittelstandsbauch“. Aber was verbirgt sich dahinter? Gemeint sind zwei unterschiedliche Probleme des geltenden Einkommensteuer-Tarifsystems.

„Kalte Progression“bedeutet eine Art heimliche Steuererhöhung. Wer mehr verdient, wird häufig mit höheren Steuern bestraft. Ein progressiver Einkommenssteuertarif führt dazu, dass Steuerzahler einen zunehmenden Anteil des Einkommens an den Fiskus abliefern muss. Der „Mittelstandsbauch“ entsteht, weil der progressive Steuertarif zwischen 14 und 42 Prozent nicht gleichmäßig steigt. Folge ist, dass vor allem kleinere und mittlere Einkommen im Vergleich zu höheren Einkommen proportional höher belastet werden.

Was bedeutet das für mich?

Laut Bund der Steuerzahler könnte die Entlastung bei einer Familie mit zwei Kindern (Bruttomonatseinkommen 4.000 EUR, 1 Verdiener) bis zu 102 Euro monatlich weniger Steuern ausmachen. Bei einem Single-Haushalt mit gleichem Einkommen 118 Euro.

Skeptisch dürfte hier nicht nur unser Bundesfinanzminister werden…

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