Spenden an die „Tafel“

Spenden an die „Tafel“

Spender wird nicht mit Umsatzsteuer belastet


Die „Tafel“ ist in vielen Städten nicht mehr wegzudenken. Sie lebt von den Spenden der Lebensmittelhändler. Doch in der Vergangenheit waren diese Spenden nicht steuerfrei. Die Unternehmer wurden mit Umsatzsteuer auf ihre Sachspenden belastet. Jetzt hat die Finanzverwaltung eingelenkt.

Sachspenden sind auch in der Zukunft umsatzsteuerpflichtig. Daran hat sich nichts geändert. Die Einigung mit der Verwaltung betrifft die Bewertung der Spende. Demnach werden Lebensmittel, deren Haltbarkeit abläuft, mit 0,00 EUR bewertet. Damit fällt auch keine Umsatzsteuer an.

Hintergrund

Die Abgabe von Waren an gemeinnützige Einrichtungen ist eine private Angelegenheit. Entnimmt ein Unternehmer Waren aus seinem Unternehmen für den privaten Verbrauch, muss er auf diese Entnahme Umsatzsteuer zahlen. Damit wird er jedem anderen Endverbraucher gleichgestellt. Vom Grundsatz her eine faire Angelegenheit.

Keine Frage des Gewissens mehr

Doch in diesem Fall wären die Konsequenzen fatal. Jeden Abend würde sich der Bäcker, der Metzger, der Gemüsehändler oder der Supermarktbetreiber die gleiche Gewissensfrage stellen: „Ab in die Mülltonne und Steuern sparen oder spenden?“ Vielleicht müsste er sich auch die Frage stellen: „Kann ich mir die Spende leisten?“

Ohne die Lebensmittelspenden wären die helfenden Einrichtungen abhängig von Spendengeldern. Verwertbare Lebensmittel landeten in der Müllverbrennung. Verlierer wären am Ende die sowieso schon Benachteiligten.

BdSt, Pressemitteilung vom 23.07.2012

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